Donnerstag, 29. November 2007

Reisebericht IV Rio/Easterisland & Santiago

Den Amazonas oder besser gesagt, die paar wenigen Bäume und Sträucher, welche davon noch übrig geblieben sind, haben wir in den drei Tagen mehr als nur gesehen und können das Thema nun endgültig abhacken. Hochoffiziell müssen wir der Welt hiermit erklären, dass es weder neue Tierarten noch unentdeckte (heilende) Pflanzen im Amazonas zu erforschen gibt. (sorry)


Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, das Sumpfgebiet zu verlassen und stattdessen , in Rio zu versumpfen. Mittlerweile sind wir beim Verhandeln derart abgebrüht, dass wir den Tarif für das Flughafentaxi unter die effektiven Benzinkosten märten konnten. Übernachtet haben wir dann an der Copacabana in einer unverschämt günstigen 4,5 Zimmerwohnung, welche einer alten Dame (der Mutter des Taxichauffeurs) gehört. Nach der Amazonas- und Klimalüge ;-) müssen wir an dieser Stelle einen weiteren Volksirrglaube berichtigen: Die Copacabana ist selbst nachts für herumstreunende Touristen relativ sicher! Nicht zu letzt dank dem massiven Polizeiaufgebot im Ausgangsviertel. (*) Jedenfalls stehen die Chancen in Bern ausgenommen zu werden mindestens gleich hoch, wie dass man in Rio gewaltsam zur Sozialhilfe gezwungen wird. (Mit dem kleinen Unterschied, dass es sich in der Schweiz meist nicht um eine Attrapengeldbörse handelt)


(*) Police Militar: An dieser Stelle noch eine kleine Ausführung zur Polizei in Brasilien. Wir haben doch kleinere Abweichungen zu unseren Schweizer "Sicherheitskräften" feststellen können. Da wäre als erstes mal die obligate kugelsichere Weste und die nervöse Hand am geöffneten Revolverhalter zu erwähnen. Zweitens, fährt die Polizei mal grundsätzlich nur mit Blaulicht im Streifenwagen und schert sich dabei einen Dreck um Falschparkierer oder Raser, sie sind ohnehin immer diejenigen, welche am schnellsten unterwegs sind. Zudem haben uns einige in Brasilien ansässige Schweizer erzählt, dass die Polizisten in ruhigen Zeiten einem lustigen Zeitvertrieb nach gehen. Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Beamten ist es nämlich, die Strassenwischer (Wegmeister) zu pisaken. Beispielsweise indem die geselligen Polizisten Strassenwischer festhalten um sie anschliessend mit flüssigem Leim zu übergiessen. (sieht man in der Schweiz tatsächlich äusserst selten) Ein Tageshighlight bietet auch die brasilianische Tagesschau im TV immer wieder, in welcher alle wichtigen Verhaftungen live zu sehen sind. Am besten hat uns immer das Interview gleich am Ort der Verhaftung mit dem soeben verhafteten Verbrecher gefallen. (Die Verbrecher geben gleichsam gerne und fröhlich Auskunft, wie die YB Spieler nach einer vernichtenden Niederlage)



Selbstverständlich haben wir, was aber vermutlich den kleinesten Teil von Euch interessieren wird, das 0815 Rio-Touristenprogramm absolviert. Obwohl wir die Christusstatue und die weiteren Sights mittels öffentlichen Bussen (diese fahren nach den Polizisten am 2. schnellsten auf der Strasse) auf eigene Faust erkundet haben, sind wir dennoch im Touristenstrom beinahe untergegangen.


Leider kann sich Lazzi nicht mehr an die Namen seiner Liebschaften in Brasilien erinnern, daher erlauben wir uns, anstelle der Namen, nur noch die Anzahl Kuscheleinheiten auf dem Blog zu publizieren. (Auftrag an die Hebamme: Bitte Namen durch Counter ersetzen. Aktuell 8 Liebschaften) Dennoch, blieben zwei Damen bei Lazzi in lebhafter Erinnerung: Fräulein Veronice Maria Joao de Marcos da Silva, auch die Liebevolle genannt und "the White Indio Girl from Belem", als Yoga-Göttin geschätzt. (Auftrag an Tinu den Rechtsanwalt: Können Unterhaltszahlungen und Alimente nach Brasilien irgendwie umgangen werden? Werden diese nach Schweizer Tarif berechnet und/oder kann Lazzi diese mindestens von den Steuern abziehen auch ohne sie effektiv zu leisten?)


Schweren Herzens mussten wir das warme Brasilien verlassen um auf die kalte kleine Osterinsel weiterzufliegen (max 25 Grad - Breite: 5km auf 15km Laenge). Auf der Osterinsel, welche ca. 3000 Einwohner hat, landeten wir wiederum in einem B&B, welches einer ältern Dame gehört. Sie hat uns von Anfang an in ihr Herz geschlossen und wollte uns gleich adoptieren. Die Osterinsel ist der absolute Knueller. Wenn man vor diesen steinigen Statuen (Maois) steht, kommt man ganz schoen ins Staunen und kriegt unvermeindlich Blasen am rechten Zeigefinger. (Wir haben mindestens 1000 Fotos gemacht)

Gleichzeitig sind zumindest berechtigte Zweifel an der Zurechnungsfaehigkeit der Eingeborenen angebracht. Man stelle sich vor, dass die Eingeborenen den gesamten Holzbestand auf der Insel abgerodet, sich zu Tode geschuftet und gehungert haben, um hunderte von Maois, welche bis zu 80 Tonnen schwer sind zu produzieren und auf der gesamten Insel zu verteilen. Doch die Maois alleine genuegten ihnen mit der Zeit nicht, daher haben sich die Insulaner vernuenftigerweise entschlossen, den Mahois zusaetzlich noch Huete aus rotem Stein (ca. 2-5 Tonnen schwer) aufzusetzen.



Wir haben die Insel auf alle moeglichen und unmoeglichen Arten erkundigt. Zu Fuss sind wir auf die imposanten Vulkane gestiegen und haben dabei traumhafte Ausblicke genossen. Mittels Motocross Motorraedern und 4x4 Offroadern durchstreiften wir das fragile Naturschutzgebiet.


Als Hoehepunkt kann jedoch unser Ausritt auf den Pferden gewertet werden. Als wir die Pferde mieten wollten, sagte man uns zuerst, dass dies nur zusammen mit einem Guide moeglich sei. Erst als wir dem skeptischen Pferdehalter unsere imposanten Reitkenntnisse geschildert hatten, war er, im Sinne einer Ausnahme, bereit uns die Gaeule zur Verfuegung zu stellen. Unter kritischer Beobachtung des Pferdehalters, kletterten wir etwas umstaendlich aber dennoch aeusserst filigran auf die Pferde. Was wir vorher nicht wussten: Pferde reagieren grundsaetzlich ganz anders als Bueffel wenn man sie anspornt und koennen auch nicht so gut schwimmen! (Hat uns ja auch keiner gesagt) Nun, erstmals gieng gar Nichts. Dann trabten die Pferde ziellos in alle Himmelsrichtungen. Nachdem sich die Pferde nach langem hin und her aber mal fuer eine Richtung entschieden hatten, klappte es dann auch ziemlich gut mit dem Reiten. Leider waehlten die Viecher fuer den Ausritt ausgerechnet einen schmalen Pfad, welcher den steilen Klippen entlang fuehrte. Witzigerweise gehen die Pferde dann auch am aeussersten Rand des Weges entlang. Wiederum klammerten wir uns zeitweise in panischer Angst mit ganzer Kraft um den Hals des Pferdes und wagten es kaum den Abhang hinunter zu schauen. Nach einer Weile, als es den Pferden wohl zu bunt wurde, kehrten sie auch schoen brav um und trotteten zurueck in die Stallungen. Der Pferdebesitzer, welcher die Tiere wohl schon abgeschrieben hatte, staunte nicht schlecht als wir alle wohlbehalten aufkreuzten.






Als wir vom Land genug hatten, entschlossen wir uns einen Tauchgang zu wagen. Fuer Lazzi war ein Schnuppertauchgang angesagt. Ausgeruestet mit dem neusten Material und in einen dicken Anzug gepackt, tuckerte er mit dem Tauchboot in die Bucht. Nach nur 5 Minuten war der ganze Spass im kuehlen Wasser auch schon zu Ende, da sich in Lazzis Kopf, aufgrund seiner Verkaeltung, ein ungehaeurer Druck in den Stirnhoelen aufbaute. "Diese Kopfschmerzen sind ja noch viel schlimmer als jene die ich am Morgen nach der Goodbye Party erlitt" meinte der kleine Italo verduzt.

Dafuer konnte Steven seinen Tauchgang voll geniessen. Die Unterwasserwelt der Osterinsel ist wirklich erstaunlich. Trotz des kuehlen Wassers (18-20 Grad) haben sich wundervolle Korallen in ca. 20 - 30 Metern Tiefe gebildet, welche jene des Barrier Reefs oder des Roten Meeres gar uebertreffen. Dafuer hat es viel weniger Fische als in den genannten tropischen Gewaessern. Die Sicht im kristallklaren Wasser ist unglaublich gut (bis zu 50 Metern), so dass man die am Meeresgrund liegenden Moais bereits aus weiter Entfernung oder vom Boot aus bewundern kann.


Der Ausgang auf Rapa Nui (Osterinsel) ist ziemlich einzigartig. Es gibt ein Kino, wo permanent der Film "Rapa Nui" laeuft und ca. 2 brauchbare Bars. Zu spaeter Stunde vereinten wir uns mit Rapa Nui Freiheitskaempfern und stimmten gemeinsam mit ihnen Eingeborenenliedern ein. Selbstverstaendlich wurde auch getanzt. Der Kriegstanz, welcher zu unseren Ehren und gegen die chilenischen Besetzer in der Disco aufgefuehrt wurde, erinnerte uns stark an den Auftritt der All Blacks Rugy Jungs. Selbstverstaendlich machten wir nach kurzer Einfuehrung voller Elan mit und sicherten der Bevoelkerung die volle Unterstuetzung der Schweizerarmee zu!

Wir haben uns doch tatsaechlich ein bisschen in die Osterinsel verliebt und werden die abenteuerlichen Tage auf diesem kleinen Eiland nie mehr vergessen. Bekanntlich hat man das Festland Chiles in 3-4 Tagen eigentlich gesehen und braucht einen Tapetenwechesel. Wir sind daher ueberzeugt, dass wir mit unseren 2,5 Tagen Chile den Bogen nicht ueberspannt haben. Jedenfalls haben wir Santiago besichtigt, was uebrigens auch ohne Reisefuehrer in Buch- oder Menschform ausgezeichnet klappt. Am Abend haben wir uns mit unseren chilenischen Freunden (eine davon wurde beinahe Lazzi's Nr. 9) an eine Party in einer Salsaria gewagt. Die Locals tanzten uns beinahe schwindlig. Steven fuehrte seine Tanzpartnerinnen etwa gleich geschickt und zaertlich wie sein stoerrisches Mietpferd auf der Osterinsel. Lazzi dagegen bewegte sich immerhin im Takt ohne die Partnerin zu verletzen, konnte aber nicht verbergen, dass er erst die Salsakurs-Stufe 1 absolviert hat. Logischerweise standen wir innert kuerzester Zeit im Mittelpunkt des geschehens. Selbstverstaendlich nutzten wir die Gunst der Stunde um den lebensfrohen Chilenen etwas Schweizer Tanzkultur zu vermitteln. Mit beiden Haenden in den Hosentaschen und tief in den Knien stehend, streckten wir die Beine in russischer Manier weit von uns und jodelten froehlich dazu. Einige Chilenen machten sogar mit, wobei auch dies bei Ihnen ziemlich grazioes aussah.

Donnerstag, 15. November 2007

Reisebericht Nr. III

Liebe Freunde in der kalten Schweiz,

Wir befinden uns mittlerweile in Belem, einer Grossstadt im Amazonasdelta. Gesprächsstoff bei der hiesigen Bevölkerung und natürlich auch bei den meisten Indiostämmen im Urwald liefert natürlich der Sex-Skandal vom FC Thun. Wir erteilen den Eingeborenen breitwillig Auskunft und versuchen den guten Ruf, welcher der Oberländer Verein hier vor Ort bis vor kurzem noch hatte, zu retten.

Von Jerri aus, sind wir mittels Strandbugy auf der Sandautobahn und per Bus nach Parnaiba, ein verschlafenes Nest mitten im GARNICHTS, gefahren. In diesem Kaff sind wir Dank der Empfehlung eines Italieners gelandet, welcher uns, wie sich spaeter herausstellte, offenbar ueberhaupt nicht ausstehen konnte. Die Parnaiber betrachteten uns wie Aliens und wir benoetigten gerademal 2 Tage um die Bustickets fuer die Flucht zu organisieren.

Nach geglueckter Flucht und holpriger endloser Busfahrt landeten wir schliesslich in Sao Louis. Aus dieser Stadt stammen auch die Fotos mit den Kolonialhaeusern. Auch Sao Louis, welches durchaus seine Reize hatte, vermochte uns jedoch nicht von den Beinen zu hauen. Im Gegensatz zum Cachaca, in welchem wir unseren Frust ertraenkten.

Nun, fuer das Buchen des Weiterfluges nach Belem benoetigten wir nur einen Tag. (Neuer Rekord) Weshalb dauern solche einfachen Dinge so lange, mag sich der aufmerksame Leser hier Fragen? Nun die Antwort ist ganz einfach aber nur schwer verstaendlich: Die Brasilianer verdienen nicht gerne Geld und schon gar nicht auf schnelle oder unkomplizierte Art und Weise.
Beispiel: Um einen Flug von Sao Louis nach Belem zu buchen, konsultierten wir zuerst das Internet. Alles klappte wunderbar, bis es ums Zahlen ging. Internationale Kreditkarten werden hier nicht akzeptiert. Tja, dann gehen wir halt per Taxi ins Reisebuero, dachten wir uns. Dort wurden wir hervorragend beraten und die Brasilianische Schoenheit am Schalter praesentierte uns sogar diesselben Fluege wie wir sie bereits auf dem Netz vorgefunden hatten. Alles lief perfekt, bis es ums Zahlen ging. Nicht einmal Cash wollte sie akzeptieren?!! (Klar, wer mag schon Kunden, welche bar im Voraus zahlen wollen)
Wir lassen uns so kurz vor dem Ziel nicht runter kriegen. Wir nehmen wiederum ein Taxi und fahren diesmal gleich zum Flughafen. Internationale Kreditkarten, welche uebrigens an jedem Marktstand in Brasilien akzeptiert und anschliessend gefaelscht werden, sind auch hier ein Tabu, dafuer erlaubt man uns gnaedigerweise eine Barzahlung. Geschafft!!! Jetzt werden Lazzi und Steven euphorisch und wollen auch gleich den Rueckflug von Belem nach Rio buchen. Kopfschuettelnd und uns von oben herab leicht belaechelnd meinte der Starverkaeufer am Schalter: Fluege von Belem? Sie sind doch hier in Sao Louis!! Fluege von Belem, buche man gefaelligst in Belem. Logisch oder? Auch eine Barzahlung hierfuer (inkl. sizilianischem Bestechungs- und Erpressungsversuch) lehnte er hartnaeckigst ab.

Immer noch kopfschuettelnd landeten wir in der Urwaldmetropole Belem. Hier wurden wir zum ersten Mal seit einem Monat mit Regen konfrontiert. Nach 2 Tagen hatten wir uns auch schon einen Ausflug in den Jungle organisiert und bezahlt. Wir fuhren per Schiff auf einem Nebenfluss des Amazonas nach Marajo, einer Flussinsel von der Groesse Belgiens! Dort wollten wir etwas Action und Abenteuer erleben. Daher erkundigten wir uns fuer eine Kanu Fahrt durch den Regenwald. Im letzten Moment wurde der Trip aufgrund der zu geringen Wassertiefe abgesagt. Als Alternative bot man uns jedoch einen Bueffelritt an. Dieses Angebot nahmen wir etwas entaeuscht an, hatten wir uns doch mehr Action und Jungle-Feeling gewuenscht.

Buffalo-Ride

Auf der Ranch angekommen wurden wir nach Insectenspray gefragt. Mist, den hatten wir in der Euphorie glatt vergessen, aber so schlimm wird der Amazonas Mueckentechnisch ja kaum sein. (Schliesslich haben wir in der Schule im Geo immer gut aufgepasst)
Wir stiegen auf unsere riesigen Wasserbueffel (in kurzen Hosen, in Flip-Flops und mit Kamera und Reisepass ausgeruestet) und legten gleich los. Nach ca. 2 Minuten hatten sich bereits tausende von Moskitos an uns verkoestigt. Der Guide fragte uns: Mucho Adventura? Unsere Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: Si Senhor, MUCHO ADVENTURA, per vavor!!!

Kaum hatten wir diese verhaengnisvolle Antwort von uns gegeben, so rutschten wir mit den 1,5 Tonnen Viechern einen schlammigen Steilhang zum Bach hinunter. Das truebe und seichwarme Wasser ragte Steven bereits bis zu den Knien. Dann kam Lazzi auf seinem Mini Bueffel herunter gerutscht. Sofort sass Lazzi bis zum Bauch im Wasser und klammerte sich verzweifelt an den Nackenhaaren vom noch verzweifelteren Bueffel. In letzter Sekund konnte Steven noch die Fotokamera und den Reisepass aus den Hosentaschen ziehen und vor dem Wasser retten. Auch er stand kurze Zeit spaeter bis zum Hals im Wasser. Wir zogen so dann mit unseren Tierchen stromaufwaerts durch, wie man uns spaeter erzaehlte Piranha- und Krokodil verseuchtes Wasser. Teilweise ragten von den Bueffeln nur noch die Nasenloecher aus dem Wasser, der Rest wurde durch die beiden Hobbytouristen unter Wasser gedrueckt. Als sich der Wasserbueffel von Steven zum ersten Mal ins tiefere Wasser begab, kletterten einige, unter dem Sattel saesshaft gewordene Kakaerlaken, unter dem T-Shirt den Ruecken hinauf um sich auf sichere Hoehe zu begeben. Bis Steven das Insekt ertraenkte genoss er aber jede Sekunde der kribbligen Erfahrung.

Nach dem Hoellenritt fragten wir unseren Guide, was denn die uebrigen Touris von dieser Tour hielten und ob dies alle praestierten? Der Guide meinte, dass diese Tour noch nie mit Touristen gemacht wurde und auch fuer ihn war es das erste Mal... Mucho Adventura eben.

Uebrigens, dass 6 Meter Krokodil, welches unlaengst in unserem Fluesschen ausgesetzt wurde, hat offenbar einen ganz lieben Charakter und sollte eigentlich, wie es sich ja jetzt auch herausgestellt hat, keine Gefahr fuer Mensch und Tier darstellen.

Den heutigen Tag haben wir wieder dem Buchen eines Fluges nach Rio, der Homepage und der Imagepflege fuer den FC Thun gewidmet.

Wir freuen uns natuerlich ueber Eure Kommentare und auch ueber alle persoenlichen E-Mails. Danke! Cu soon.

Love Lazzi and Steven

steven_geissbuehler@hotmail.com und marco_lazzara@hotmail.com

Steven and Lazzi´s bull-riding experience...










Samstag, 10. November 2007

Neue Fotos

Ab sofort sind die neusten Pics von unserem Trip im Fotoalbum ersichtlich.
Anstössiger Inhalt bitte an das Gleichstellungsbüro an der Gerechtigkeitsgasse 7 in Bern oder auf der nächsten Polizeistation melden.

Brazil - German Dictionary

Brazil Deutsch
el Dogo - Der Hund
el Cato - Die Katze
Cato blanco - Weisse Katze
Cato negro - Schwarze Katze
Cato mulato - Schwarz-weisse Katze
Bomba Blonda - Scharfe Blondine
Grandschi - Gross
Grandschi romantica - Romantisch
El Matator Suisso - Der Schweizer
Grandschi Hungero - Grosser Hunger
Petito Appetitio - Kleiner Hunger
Internetschi - Internet
MSNtschi - MSN
Kitschi - Kitesurfen
Schnapso forte - Cachaca
Volare uma Cervejsa - Will Bier
Bejia-me - Benjamin oder Kuess mich
Grandschi Amore per vita - Grosse Liebe meines Lebens
Grandschi Amore per Otschi - Grosse Liebe vom heutigen Tag
El Schmuso - Schmuesele
Fieste da praia - Beachparty
El novello Presidente - Benjamin (Salvismontano)
Vota me - Waehle mich
Finito Amazonas - aktive Abholzung des Regenwaldes
Guerro com Argentino - Krieg gegen Argentinien
Chicca bella - Huebsche Frau
Chicca agressivo - Klette
Esta u la proxima Baro? - Wo ist die naechste Bar?
Dangerosito Piranhas? - Hat es hier Piranhas?
Grandschi Familia Militar do Suisso - Angehoerige der Schweizerarmee
Saluto Militari - Militaerischer Gruss
Animalo faulo - Das Faultier
Partita victoria de Suisso - SVP
Mui bien aussarcioni de Suisso - Die Mobiliar
Praia Marzili con Rio Aare - Das Marzili in Bern
Gustisimo Zeiler - Zeiler ist geiler
Selecao de Suissa - Schweizer Nati
Balo Mano agressivo - Handball

Dienstag, 6. November 2007

Reisebericht II

Liebe Daheimgebliebenen,

Unsere lustige Reisegruppe hat sich nach langem hin und her entschieden, nach unserem Aufenthalt im Norden, wieder nach Sueden in ein Touristendorf names Canoa Quebrada zu reisen. Dieses Staedchen liegt auf Sandsteinklippen, welche ueber dem traumhaften Sandstrand empor ragen. Unsere Gruppe wurde durch ein Laupener Findelkind, Namens Mike, noch ergaenzt um nicht zu sagen verstaerkt. Neben den entspannenden Tagen am Strand, war wieder einmal das Nightlife ein grosser Hoehepunkt des Aufenthalts. Insbesondere die Regaee Party am Strand unter dem Himmelszelt war ein absoluter Klassiker. Unter den Hippiebruedern fuehlten wir uns natuerlich puddel wohl und stimmten gemeinsam mit ihnen am Lagerfeuer ein melodioeses Kumbaya ein. Das Berner Reithallenfeeling, welches dabei aufkam, liess uns unser Heimweh rasch vergessen machen.

Uebrigens, Lazzi hat sich als Erster einen gemeinen Sonnenbrand am Strand von Canoa eingeholt!! (Stevens Sonnencreme mit Schutzfaktor 50+ hat ueber Lazzis laecherliche Salbe mit Faktor 16 locker gesiegt)

Unsere Reise fuehrte uns anschliessend wieder nach Fortaleza, da wir nun wieder nach Norden, in das paradiesische Jericoacoara verschieben wollten. Waehrend dem gemuetlichen Znacht in einer Churrascaria, marschierten 3 bis auf die Zaehne bewafnete Typen der beruechtigten Police Militar ins Restaurant ein. Als angehoerige der Schweizerarmee fuehlten wir uns natruelich verpflichtet, den Jungs eine Runde Bier zu offerieren. Tatsaechlich ging unser Plan auf, einer der Polizisten, wie sich spaeter herausstellte war er Major und nichts weniger als der diensthabende Polizeikommandant von Fortaleza, hatte einen riesigen Durst. Als Dank fuer das Bier liess er uns seine persoenliche Mobilnummer ueberbringen, auf welche wir im Falle von Schwierigkeiten jederzeit anrufen duerften. Im Gegenzug befahlen wir uns gegenseitig ins Achtung und meldeten uns militaerisch korrekt ab. Die anderen Restaurantgaeste kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Am naechsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Jericoacoara, welches gemaess Washington Post einen der 10 schoensten Straende der Welt vorzuweisen hat. Die 6 stuendige Busfahrt in einem oeffentlichen Bus war ein echtes Abenteuer. Bereits das Erwerben der Bustickets nahm mindestens gleich viel Zeit in Anspruch.

Einmal in Jerry angekommen, genossen wir die Traumhaften Straende und das wunderbare Meer in vollen Zuegen. Lazzi und Zueni versuchten sich als Kitesurfer, Steven dagegen griff auf den altehrwuerdigen Windsurfer zuerueck. Zueni lieferte den Beweis, dass man auch mit fluessigem Stuhlgang wunderschoene Figuren am Himmel zeichnen kann. An den Abenden waren wir jeweils alle hundemuede, mit Blasen an den Haenden versehen und vom Muskelkater geplagt in unsere Unterkunft zuruek gekrochen. Da einige Clubs in Brasilien erst um 2 bis 5 Uhr morgens ihre Pforten oeffnen, haben es nicht alle in den Ausgang geschafft.

Abschied nehmen:

Beni, Zueni und Mike haben uns vor einigen Tagen verlassen um ihren Heimflug anzutreten. Nun sind Steven und Lazzi nur noch zu zweit unterwegs. Doch wir liessen uns nicht lumpen und haben heute eine Quadtour durch das Naturschutzgebeit von Jerry unternommen. Steven war zu beginn noch etwas unsicher auf dem Gefaert, liess sich aber bald durch Lazzis halsberecherischen Spruenge ueber die Duenen inspirieren. Jedenfalls musste der Guide uns beide ab und zu an die Benimmdichregeln vom Quadfahren ermahnen.

Ueber die Brasilianer:

Brasilien ist auf jedenfall eine Reise wert. Die Leute hier sind unglaublich aufgestellt und wahnsinnig freundlich. Alle haben immer ein Sonntagslaecheln aufgesetzt und sind sehr hilfsbereit. Auch wenn man kein Wort portugisisch spricht, kann man sich gut mit ihnen verstaendigen (siehe unser persoenliches Brasil-Dictionary auf dem Blog). Was man von den Brasilianern jedoch nicht erwarten kann, ist gute Organisation, Ordnung oder Puenktlichkeit. Witzigerweise sind es genau solche Werte, welche sie sich auf die Fahne geschrieben haben. Naemlich Ordem e progresso...
Dies ist uebrigens auch der Grund, weshalb wir noch keine neuen Fotos auf den Blog stellen konnten. Die Internetverbindung ist dafuer viel zu lahm. Selbst wenn wir zur Zeit gerade in einem Internet Cafe sitzen, welches sich ¨fastest Internetconnection in Town¨ auf die Fahne geschrieben hat.