Sonntag, 6. April 2008

Schlangen und andere Schoenheiten

Miss Thailand 2008:

Vize-Miss Thailand 2008:

Donnerstag, 3. April 2008

Der Tigerdompteur


Weitere Fotos zu den Tigern und anderen Wildkatzen sind nun im Fotoalbum ersichtlich...

Donnerstag, 27. März 2008

Last but not least

Die vier Jungs, (Beni, Role, Lazzi und Steven) liegen nebeneinander aufgereiht auf duennen Matrazen in einem dunklen stickig-heissen Raum iregenwo auf Phi Phi Island. Ihre Augen blicken voller Angst und Panik auf Ihre Peiniger, waehrend sich auf der Stirn erste Schweissperlen bilden. Die Totenstille wird urploetzlich durch das unverwechselbare knackende Geraeusch, welches nur beim Verdrehen von Gelenken entstehen kann, unterbrochen. Darauf folgt sogelich ein schmerzerfuelltes Aaaauuuuuuu und Aaaaaiiiiiiiiiii!(*)
Jawohl, die Jungs goennen sich eine einstuendige Thaimassage, bei welcher Ihre Muskeln aufs maximum gedehnt, die Gelenke verdreht und der Ruecken verdrescht wird. Aber sie haben die nicht enden wollende Tortur, welche uebrigens knappe Fr. 10.00 kostet, ueberlebt um ihre Geschichte weitererzaehlen zu koennen. ( * "Aii" bedeutet in Thai Thailand "mehr /staerker")


Auf Phi Phi haben wir natuerlich noch den Strand vom Film "The Beach" besucht. Offenbar ist die Insel aber, vermutlich der vielen Touristen wegen, nicht mehr fuer den Drogenanbau im grossen Stil geeignet. Jedenfalls haben wir die boesen Dealer vom Film nicht angetroffen. Der Strand war dafuer aber ebenso traumhaft schoen wie im Film.


Die Zeit nach Beni und Roland verbrachten wir hauptsaechlich mit Suennele, Tauchen, Kite-surfen und Wunden lecken. Wunden lecken...? Jawohl, Lazzi hat seinen Scootersturz geschickt mit seinem Ellbogen abgefedert und abgebremst. Das perfide daran: seinen auf dem Ruecksitz mitfahrenden Kite-Instructor hat er auch gleich mit ins Verderben gerissen. Dieser konnte dadurch ebenfalls waehrend 2 Wochen nicht mehr surfen. Als die Schmerzen nicht nachliessen, entschloss sich Lazzi wieder mal zu einem Arztbesuch. Bei einem Arztbesuch in Thailand sind jedem Patienten wohlwohlende und mitfuehlende aaaaaahhh's und oooooohh's sowie zahlreiche Streicheleinheiten des Personals sicher, nicht aber unbedingt die benoetigten Medikamente oder Roentgenbilder. Jedenfalls konnten die Kuscheleinheiten eine wueste Infektion nicht verhindern, so dass Lazzi erneut auf seine bewaehrten Schmerzmedis zurueck greifen konnte.


Ganz allgemein koennen wir sagen, dass wir uns in das Land Thailand verliebt haben. Die Leute hier sind so unkompliziert und freundlich, dass sie einem selber jederzeit ein Laecheln aufs Gesicht zaubern konnen. Es ist aber nicht nur Ihre zuvorkommende und gastfreundliche Art, welche uns schmunzeln laesst. Hier ein Beispiel:


Steven faehrt drei Mal mit demselben Taxichauffeur in Phuket umher. Bei jeder Fahrt muss der arme Tropf wieder tanken gehen, da bereits die Tankreservenlampe wieder leuchtet. Beim Tanken laesst er dann jeweils 2-3 Liter Benzin einfuellen. Anlaesslich der dritten Taxifahrt fraegt ihn Steven nach dem Grund fuer sein sonderbares Verhalten. Der Taxifahrer erwidert: "Dadurch kann ich die Kosten fuer die jeweilige Fahrt genau berechnen und sehe sofort ob ich Gewinn erziele. Des weitern kaeme ein mutmasslicher Autodieb mit einem leeren Tank nicht sehr weit". Die Zauberwoerter "Fixkosten" und "Tankstelle" als Gegenargumete, hat ihm Steven jedoch nicht mehr unter die Nase gerieben und ihm laechelnd Zustimmung zugenickt.

Da wir nur ein 1 monatiges Visum fuer Thailand haben, mussten wir einen sogenannten Visa-Run ins Ausland unternehmen. Pflichtbewusst wie wir sind, haben wir natuerlich die Reisehinweise vom EDA studiert und diese bei unserer Entscheidfindung beruecksichtigt. Schlussendlich haben wir uns dann fuer einen wunderschoenen Trip von Thailand nach Myanmar (Burma) entschieden.

Auszug aus dem EDA Reisehinweis zu Myanmar: "Von Reisen in die Grenzgebiete zu Thailand und Indien wird abgeraten. Es kommt dort immer wieder zu ethnischen Spannungen sowie zu Zusammenstössen zwischen der Armee und Rebellengruppen. Ausserdem sind diese Gebiet stark vermint" http://www.eda.admin.ch

Nach einigen Tagen Aufenthalt in Bangkok, wo wir uns neue Anzuege haben schneidern lassen, sind wir nun nach Chiang Mai geflogen, wo wir uns mit River-Rafting, Elefantentrekking Quad- und Scooterfahren sowie Tempelbesichtigungen die Zeit vertreiben.

Schlusswort an unsere lieben Cyber-Weggefaehrten: waehrend nun mehr 5 Monateten habt Ihr uns auf unserer Weltumrundungsmission uebers Internet begleitet. Ihr habt mit uns mitgelitten, mitgelacht und uns auch mal ausgelacht. Bald werden wir Euch aber in Fleisch und Blut Euch unsere haarstraeubenden Stories erzaehlen koennen. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Freitag, 29. Februar 2008

Reisebericht Malaysia Thailand

Mit oeffentlichen Verkehrsmitteln durch Asien zu reisen ist offenkundig ein Erlebnis der vierten Art. Nicht nur, dass man dem Zigaretten rauchenden Chauffeur beim Car volltanken zuschauen kann, sondern man kann sich zudem noch die neusten und billigsten Bollywood Streifen reinziehen . Oder besser gesagt, es gibt kein entrinnen, weil der Film in voller Lautstaerke gezeigt wird. Somit genossen wir die mitreissende und herzbrechende Geschichte einer Elefantenentfuehrung sowie die zahlreichen Gesangseinlagen der hoch "talentierten" Schauspieler waehrend der fuenfstuendigen Fahrt nach Kuala Lumpur. (Der kleine Elefant ueberlebte die Entfuehrung uebrigens, dank dem unermuedlichen Einsatz des singenden Ninjakaempfers, unbeschadet)

In Kuala Lumpur gehoert man als Fussgaenger zur untersten Kaste ueberhaupt. Eine Strassenueberquerung ist meist unmoeglich oder erfordert zumindest ein zuenftiges Stueck Mut. Und selbst wenn die Ampel auf gruen steht, heisst dies noch lange nicht, dass man die Strasse gefahrenlos ueberqueren darf.

Ebenso gefaehrlich wie die Fussgaenger, leben hier aufgeschlossene kulinarische Entdecker, zu welchen wir uns mittlerweile zaehlen koennen. Hoehepunkt unseres Essensstreifzugs durch die Hintergassen Lumpur's, bildete der Besuch einer Gassenkueche, welche ausschliesslich von den aermsten Einheimischen aufgesucht wurde. Im Preis fuer's Essen (total CHF 5.00) war sogar noch eine sensual Footmassage der wohl genaehrten Kakerlaken inbegriffen. Der hiesige Lebensmitteler hat bei der Erteilung der Lizenz wohl wieder mal ein Auge zugedrueckt. Ein Schweizer Lebensmittelkontrolleur haette vermutlich den Inhaber mindestens auf die offene durch die Gasse laufende Abwasserkanalisation und die darin lebenden Ratten aufmerksam gemacht.

Mit dem Bus reisten wir anschliessend in die Cameron Highlands, welche sich mit der Teeproduktion einen Namen gmacht haben. Auf 1500 muem. genossen wir mal wieder die kuehlere Temparaturen. Die Teeplantagen sind wirklich sehenswert und unser Guide, ein ambitionierter aber untalentierter Rennfahrer sorgte bei der Fahrt jeweils fuer Hochspannung.

Leider mussten wir feststellen, dass Malaysia sehr stark verschmutzt ist und die Einheimischen kaum sorge zu ihrem Paradies tragen. Beispielsweise war der Strand auf Penang, der wichtigsten Touristen Insel Malaysias, von Plastiksaecken, Zigarettenstummeln und Spritzen uebersaeht. Das Wasser war eine milchig weisse Bruehe, welcher wir selbst bei ueber 30 Grad locker wiederstehen konnten. Dafuer wurden wir durch die wunderschoenen am fruehen Morgen und Abend, aus den Moschen erklingenden Gebete fuer die mangelhaften Straende mehr als nur entschaedigt.

Jedenfalls wollten wir moeglichst rasch via Lankawi in Richtung Thailand weiter reisen. Durch unseren kompetenten Reiseberater Ignaz Margelisch auf die Trauminsel Ko Lipe aufmerksam gemacht. Wir fanden uns im Paradies wieder und legten gleich einige Tage Strandfereien ein... Urlaub vom Urlaub sozusagen.

Selbstverstaendlich gingen wir hier auch Tauchen. Lazzi, der frischgebackene Open Water Diver nuckte gleichermassen an seiner Luftflasche, wie am Abend zuvor an der Bierflasche und den Ziggis*. Innert Rekordzeit hiess es dann: "Flasche leer". Mit lediglich noch 10 Bar Luft in der Flasche, (jedem Taucher stehen an dieser Stelle die Nackenhaare auf) schoss der kleine Schluckspecht an die Wasseroberflaeche. Der Tauchgang war somit fuer alle in unserer Gruppe zu Ende, was besonders jene Taucherin mit 110 Bar Luftreserve zu begeistern vermochte.

*Bei naeherer Betrachtung der Fotos werdet ihr feststellen, dass Lazzis Coiffeur-Besuch laengst ueberfaellig ist. Unsere kleine laufende Wette ist der Ausschlag dafuer: Lazzi darf sich die Haare erst schneiden lassen, wenn er endlich Nichtraucher ist.

Dies ist uebrigens noch ein Video mit eine Tassie Devil in Action, welches wir euch vorenthalten haben. Unbedingt mit Ton anschauen!!

Liebe Gruesse und an die Heimat und bis bald
Steven und Lazzi

P.S. Uebrigens werden wir schon bald die Raeubergeschichten von unseren beiden temporaeren Reisegesellen Beni und Rolatan praesentieren, also stay tuned!!

Dienstag, 26. Februar 2008

Dienstag, 12. Februar 2008

Montag, 11. Februar 2008

Reisebericht - Australasia

Leichte Nebelschwaden ziehen ueber die Ruinen der alten beruechtigten Strafkolonie von Port Arthur. Die einsetzende Nacht hat laengst ihr dunkles Leichentuch ueber das von Geistern und verlorenen Seelen heimgesuchte Gelaende gelegt. Aus der Ferne sieht man eine Gruppe dunkler Gestalten ueber den Friedhof schleichen. Einzig drei schimmernde Laternen weisen ihnen den Weg durch dieses spukende Labyrinth aus Grabsteinen. Drei Laternen und ein Glimmstaengel um genau zu sein... Jawohl, Lazzi raucht immer noch, natuerlich auch waehrend der naechtlichen Geistertour.

Man zeigte uns bereits am Nachmittag auf einer gefuehrten Tour die schrecklichen Zustaende im Straflager der nach Tasmanien deportierten Gefangenen. Kopfschuettelnd und mit groesstem Entsetzen nahmen die Touristen insbesondere die himmeltraurigen Unterkuenfte der Inhaftierten zur Kenntnis. Die Gefangenen wurden auf engstem Raum, auf drei Etagen, mit bis zu dreissig Mann pro Schlag zusammen gepfercht. Ihre persoenlichen Habseligkeiten konnten sie nur auf einem Tablar deponieren. Besonders schlimm fand es die Gruppe und auch der Tourguide, als wir sie darauf aufmerksam machten, dass solche Zustaende in gewissen Laendern heute noch immer vorherrschen: Wer schon mal im WK war, weiss wovon wir sprechen...

Nach diesem Weekend mieteten wir uns einen Kleinstwagen um die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Wineglassbay, einer der schoensten Straende der Welt, sowie das Gebiet um Cradle Mountain, immerhin Weltnaturerbe, gefielen uns besonders gut. Wir wanderten teilweise bis zu 6 Stunden durch die unberuehrte Wildnis Tasmaniens und durften sogar einen vom Aussterben bedrohten Tassie Devil streicheln.

Nach der tollen Zeit bei Chris und Geraldine in Tasmania flogen wir via Italien (Melbourne) nach Asien. Uebrigens, lernten wir in Melbourne noch weitere 20 Verwandte von Lazzi kennen.

In Hong-Kong angekommen, stellten wir mit Schrecken fest, dass es hier eigentlich saukalt ist!!! Bei 10 Grad Celsius, feierten und frierten wir mit den Chinesen, heuer bereits zum zweiten Mal, Neujahr. Hiermit wuenschen wir Euch allen ein froehliches Jahr der Ratte!!

Die Neujahrsfeier in China verlaeuft etwas anders als bei uns im Westen... Erstens, brennen ueberall in der Stadt 100000de Raeucherstaebchen ab und selbst im Hotelgang wird ein ganzer Raeuchertopf abgefackelt. Als gute Touristen wollten wir mit unseren chinesischen Freunden unbedingt auf's Neue Jahr mit Schaempis oder Bier anstossen. Weit gefehlt, kein Schluck Alkohol wird hier auf der Strasse getrunken?! Als gute ethische Touristen, die wir natuerlich sind, kann man die Einheimischen aber auch zu ihrem Glueck zwingen und trotzdem auf sie anstossen.

Essen ist in Asien natuerlich noch ziemlich trickreich. Bitte waehle doch dein Lieblingsessen von nebenstehender Menukarte:

Von Huehnerkoepfen -und Fuessen, ueber Aale und Krabbelviecher, bis hin zur Schlange, gibts hier alles, was das Schlemmerherz begehert. Besonders haben es uns aber die delicioesen, noch lebendig servierten Froesche angetan. Hmmm, schad gits das im Baere nid.

Uebrigens haben wir in China noch einen Bruder von YB's Schischue getroffen. (siehe Video) Der Grundtenor bei der Mehrheit der von uns befragten Chinesen ist uebrigens der, dass er bei YB nie eine echte Chance erhalten hat.

Im Zuge und Rummel der Silvesterfeierlichkeiten bestiegen wir kurzerhand eine Faehre, urspruenglich um das Hafenbecken von Hong-Kong bei Nacht geniessen zu koennen. Als wir jedoch die Passkontrolle passiert hatten, daemmerte es uns langsam, dass wir wohl auf eine falsche Faehrte gelockt wurden. So kam es dann auch, dass wir mit der letzten Faehre, Hong-Kong in Richtung chinesisches Festland verliessen. Auauauauaua... Wir nahmen uns fest vor, diese Gelegenheit zu nutzen, um mit den Chinesen ueber Menschenrechte und Tibet offen zu debatieren.

In China fuehlten wir uns aber sofort puddelwohl und besuchten ein herziges kleines Casino etwa von der Groesse Laupens. Das "Venezia" hatte auf der 2. Etage sogar einen Teil des Kanalsystems Venedigs inkl. Markusplatz nachgebaut. Die Rueckfahrt mit der Faehre in den fruehen Morgenstunden nach Hong Kong fanden wir uebrigens zum K.... Lazzi fand im Anschluss daran dafuer noch seine Nr. 10 in der Afterhour.

Von Hong-Kong aus sind wir nun via Singapore in Malaysia gestrandet... Mehr dazu folgt bald. Ebenfalls wollen wir unser Versprechen mit der Hingischen Karte einloesen.

Kiss and Hug

Lazzi and Steven

Montag, 4. Februar 2008

Zwischenbilanz

Unsere vorab mit dem Reisevorstand und -controlling minutioeus vorbereitete Reiseagenda schreibt uns per Ende Januar, das Ziehen einer Zwischenbilanz vor: Um die weitere Unterstuetzung unserer Sponsoren nicht zu gefaehrden, wollen wir dieser Auflage hiermit in gekuerzter Form Folge leisten:

Auswirkungen unserer Absenz auf Dritte:
Aus sportlicher Sicht hat sich unser Absentismus ganz klar ausbezahlt. SCB und YB bluehen ohne die Anwesenheit ihrer beiden kritischen Fans so richtig auf. Man merkt halt, dass die Jungs nun ohne jeglichen Druck spielen koennen. Auch die 1. Mannschaft des HBC Sense hat waehrend unserer Reise Fortschritte gemacht. Hier wirkt es sich vermutlich positiv aus, dass die Jungs nun endlich mal vollzaehlig auf dem Spielfeld stehen. Dafuer hat sich auf der Sensner Strafbank eine leichte Staubschicht gesetzt.

Politisch gesehen, muss man eines ganz klar festhalten: Das mit Blocher waere mit uns in der Schweiz sicher nicht passiert. (PUNKT)

Auch die (Welt-) Wirtschaft hat prompt auf unseren fehlenden Beitrag zur Wertschoepfung reagiert und dies mittels Boersencrash abgestraft. Sorry! Uebrigens haben wir zur Finanzierung der Weltreise unsere Aktienpakete im Oktober 2007 abgestossen...


Auswirkungen unserer Anwesenheit auf Dritte:
Nun, sportlich gesehen, laesst sich ganz klar ein Umkehrschluss vom obgesagten ziehen. Roger Federer konnte mit dem Druck unserer Anwesenheit nicht umgehen und ist gescheitert. Die australische Cricket Nati befindet sich fortan in der Krise.

Nebst den verherenden Erdbeben in Chile und Neuseeland, sowie den schweren Ueberschwemmungen in Australien, hatten wir kaum welche Naturkatastrophen miterlebt.

Ansonsten sind wir dermassen unauffaellige Zeitgenossen, dass wir oft voellig unbemerkt, als stille Beobachter durch die Laender schleichen.

Uebrigens koennt ihr es uns gleichtun und die neuen Fotos im Fotoalbum in aller Ruhe betrachten.

Freitag, 25. Januar 2008

Downunder - Reisebericht

Vorwort

Wenn einer eine Reise tut, dann trifft er nebst vielen netten und weniger netten Menschen (bsp fuer weniger nette Menschen siehe Bewohner vom Matesplace, mit Ausnahme von jenen in Rogers Zimmer) auch nette und weniger nette Tiere. Diesen Blogeintrag wollen wir den zwischenmenschlichen und zwischentierlichen Beziehungen widmen. Wobei wir waehrend dieser Reiseetape ausschliesslich nette Menschen getroffen haben.


The great ocean road, eigentlich nur ein Ausweichprogramm aufgrund des Zyklons in Brisbane, erwies sich als absoluter Knueller. Die wildromantische Kueste mit steilen Felsen und traumhaften kleinen Sandbuchten hat uns begeistert. Fast taeglich spielten wir in den grossen kuehlen Wellen vom Southern Ocean tschiggis. Auch der Hautbraeunungsprozess verlaeuft hier, ohne die stoerende Ozonschicht, viel rasanter. Einziger Wehmutstropfen bildeten die abermillionen von Fliegen, welche pausenlos die Fluessigkeit aus unseren Augenaepfeln zu saugen versuchten.

Taemis grosses Herz fuer Tiere bescherte uns zwischendurch immer wieder Tierparkbesuche und etliche Kuscheleinheiten mit Wallabis, Kangaroos, Koalas und Wombats. Steven machte die Zoobesuche zwar mit, meinte aber, dass man man die vielen am Strassenrand schlafenden Fellknaeuel umsonst kuscheln koennte. Lazzi, welcher grundsaetzlich lieber mit netten Menschen als mit Tieren kuschelt, liess einen einzigen Tierparkbesuch ueber sich ergehen. Bei allen anderen Tierparkbesuchen liess er sich ins Pub abdetachieren und streichelte dort liebevoll sein Pint.

Als Ersatz fuer Fraserisland buchten wir einen Trip nach Kangarooisland. Auf den Baeumen im Caravanpark hiengen wilde Kaolas wie reife Aepfel in den Baeumen rum. Auch hierbei liess sich Lazzi kaum begeistern. Er meinte, dass es nicht unbedingt spektakulaerer sei ein Tier in freier Wildbahn zu erleben als im Zoo, wenn dieses 22h pro Tag schlaeft. Stattdessen versuchte sich Lazzi als Rallyfahrer und breschte mit dem Nigelnagelneuen Mietwagen durch’s Dickicht. Bis auf den Auspuff war alles total verkratzt. Lazzi meinte nur trocken, dass dies mit dem Toeff sicher nicht passiert waere.

Taemi, welche bereits mit dem Mietwagen in Neuseeland eine Entenfamilie ausgeloescht hatte, wollte als Wiedergutmachung die scheuen, besonders lichtempfindlichen und gefaehrdeten Pinguine auf Granitisland in freier Wildbahn beobachten. Illegalerweise schlichen wir uns bei Daemmerung auf Zehenspitzen ins Naturschutzgebiet. Nach langem suchen fanden wir endlich einen nur Bierflaschengrossen Pinguin vor seiner kleinen Hoehle. Geistesgegenwaertig zueckte Taemi ihre Kamera hervor und verursachte ein wahres Blitzlichtgewitter. Der arme kleine Pingu, wusste nicht wie ihm geschah und torkelte geblendet und voellig verstoert ins Versteck und wart nie mehr gesehen...(sniff)

Nun war es fuer uns an der Zeit, nach little Italy (Melbourne) zu fliegen um Lazzis Familie zu treffen. Der uns am Flughafen bereitete Empfang uebertraff alle Erwartungen und erinnerte uns an die glorreiche Rueckkehr der verlorenen Soehne Adams nach Babylon.

Bis auf den Neffen von Lazzis Coucousins Tochterssohnsnichte, vaeterlicherseits und dessen Onkels Cousinshalbbruder mit Hund, waren sie alle zum Empfang erschienen und kuessten uns frenetisch ab. Wir wurden bedient wie Halbgoetter und labten uns am formidablen und delicioesen Mahl. Beim obligaten Familienfoto ragte der Koerper Steven’s mehr als doppelt so hoch aus der Menge heraus. Der aufmerksame Leser wird an dieser Stelle bemerken, dass Steven nun Mitglied der italienischen Grossfamilie geworden ist. Somit ist er nun hochoffiziell 50% Schweizer, 50% Englaender und in Melbourne 100% Italiener. Selbst nach etlichen Tagen liess Steven seine aelteren neuen Familienmitglieder im Glauben, fliessend italienisch sprechen und vor allem verstehen zu koennen. (Halt einfach mit alt-ligurischem Dialekt)

Selbsteverstaendlich erwiesen wir auch King Roger am Australian Open die Ehre. Leider konnten wir nicht mal fuer seine Vorrundenspiele in der Rod Laver Arena Tickets ergattern, worauf wir uns einen Groundpass kauften. Mit diesem Ticket hat man Zugang zu allen uebrigen Stadien und kann Roeschle immerhin beim public viewing geniessen. In Melbourne haben wir unsere Lieblingsmasche einige Male ausgekostet. Bspw. fragten wir einen der zahlreichen Helfer, wann immer moeglich vor versammeltem Publikum, ob eigentlich auch ein Schweizer Spieler beim Turnier mitmacht? Schliesslich sind wir ja aus der Schweiz. „Sure, Roger Federer is Swiss“, bekamen wir gleich zur Antwort. Daraufhin erkundigten wir uns wie folgt: „But, is he any good...?“ Die Auskunftsperson blickte uns mindestens so verdutzt an wie der kleine Pinguin nach dem Fotoshooting.

Nach unserem super Aufenthalt in Melbourne, welcher auch fuer unser Reisebudget reinstes Balsam war, nahmen wir den Flieger in Richtung Tasmanien. Am Flughafen wurden wir von Steven’s Gotte Geraldine und Ihrem Mann Chris herzlich empfangen. Hier unten kann man noch die pure Natur geniessen. Wir sind mit dem Schiff aufs Meer gefahren um Flatheadfish zum Mittagessen zu fangen. Dieser Prozess verlaeuft in etwa wie folgt: Fischerrute max. 10 Sekunden ins Meer halten und Fisch rausziehen. Voila c’est bon.
Innert 20 Minuten hatten wir 24 Fische im Korb, jene welche wir aufgrund ihrer Groesse wieder ins Meer warfen, nicht mitgezaehlt. Haetten wir an der Coopkasse Fische eingekauft, waere es vermutlich nicht schneller gegangen. Einziger Unterschied: Es gab keine Superpunkte und Pfannenmaergeli. Beim Ausnehmen der Fische, wurden wir von Chris genau instruiert; schliesslich hat der Flathead etliche Stacheln am ganzen Koerper verteilt. Nach einigen erfolglosen Filetierungsversuchen, lachte sich Chris ins Faeustchen und meinte zu Steven: „Gaeu, isch haut chli glitschiger aus ae Chuguschriber“... Wo er Recht hat, hat er Recht.

Tagtaeglich koennen wir die Kangaroos und Kokaburas von unserer Terasse aus im Garten beobachten. Voller begeisterung wollen wir die Tiere mit unserer Kamera ablichten. Chris hingegen ist anderer Auffassung und meint jeweils: „Shoot the bastards“

Da Fischen im Meer fuer uns keine wirkliche Herausforderung mehr darstellt, fuhren wir zum Forellenfischen. Ca. 2 Stunden lang jagten wir die Forellen ohne Erfolg unermuedlich mit unseren Loeffeln. Doch das Blatt sollte sich bald wenden und wir wurden vom Jaeger zum gejagten... Waehrend wir uns zum Auto zurueck begaben, stellte Steven ploetzlich aber viel zu spaet fest, dass sich eine Tiger Snake in etwa 1 Meter Entfernung zu uns, zur Angriffsposition aufrichtete und wild zischte. Wir liessen uns spaeter sagen, dass ueblicherweise nach diesem Verhalten ein Angriff erfolgt, welcher oftmals toedliche Folgen hat. Offenbar hat der Giftschlange unsere Gleichgueltigkeit ihr gegenueber dermassen imponiert, dass sie sich wie ein geschlagener Hund davon machte. Diese Nahtod erfahrung rief unsere Urinstinkte hervor, worauf wir 5 Regenbogenforellen am Stueck fiengen und von blosser Hand erschlugen... Wuaaaaaa!!

(Wikipedia zur Tiger Snake: Tiger snakes possess a potent
neurotoxin, coagulants, haemolysins and myotoxins, and rank amongst the deadliest snakes in the world. Symptoms of a bite include localized pain in their foot and neck region, tingling, numbness, and sweating, followed by a fairly rapid onset of breathing difficulties and paralysis.)



Unser flotter Weltausflug fuehrt uns nun nach Port Arthur, wo wir um Mitternacht eine Geistertour ueber den Friedhof der Convicts machen und in einem Geisterhaus naechtigen werden. (Nach der Schlange kann uns nun nichts mehr erschuettern...)

Details von der Geisterstunde gibts im naechsten Blog Post... Uuuuuuuuhhhhh!

Montag, 7. Januar 2008

NZ - Aussie Crossover - Reisebericht

Es freut uns ja auch, dass ihr gemaess unserer Umfrage den werten Herrn BR Blocher vermisst. Jedoch hatten wir uns eigentlich insgeheim erhofft, dass wir in Eurer Gunst hoeher stehen, als ein Euch persoenlich unbekannter Politiker.... Aber eben, wer die Antwort scheut, sollte schliesslich gar nicht erst Fragen stellen.



Trotz dieses Rueckschlages wuenschen wir Euch Allen ein Happy New Year!!!
(geniesst die Stille noch, bald kommen wir heim....)


Nachdem wir einige Tage in getrennten 2er Gruppen unterwegs waren, trafen wir uns am wunderschoenen Lake Wanaka wieder. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die beiden Gletscher Fox und Franz Josef, welche verblueffenderweise mitten in einem Regenwald liegen.

Am Lake Wanaka, fuer uns einer der schoensten Bergseen der Welt, verbrachten wir drei erholsame Tage auf einem Nature Camping Ground. Dabei lebten wir den Traum, uns als Selbstversorger ueber die Runden bringen zu koennen. Nach Stunden des erfolglosen Fischens, einigen leichten Verletzungen und etlichen im See versenkten Fischerhacken, traten wir beschaemt und frustriert den Weg zum Shoppingcenter an. Da man uns dort partout kein Dynamit verkaufen wollte, mussten wir den Traum vom autarken Leben endgueltig begraben. (Fleisch ist ohnehin viel besser als Fisch)

In der Adrenalin Hochburg Queenstown (Bungee, Sky-Diving etc.) buchten wir einen River Rafting Ausflug. Die halsbrecherische Busfahrt entlang der steilen ungesicherten Klippen zu den Stromschnellen, war mindestens ebenso aufregend, wie das Rafting selbst. Da unser Boot nicht unfallmaessig kippen wollte, stuerzten wir uns halt todesmutig aber freiwillig in den reissenden Fluss. Unserem Guide, einem sanften und warmherzigen US-Boy, vermochte diese Aktion nur bedingt zu gefallen.

Weihnachten wollten wir unbedingt in der Bierhauptstadt Dunedin verbringen, wo unser lieblings Gerstensaft "Spades" liebevoll gebraut wird. An Weihnachten suchten wir an stelle von Samichlous einen Zahnarzt fuer Lazzi auf. Sein auf die Zahnreihen stossender "Weihnachtszahn" loeste nebst grossen Schmerzen, eine Wueste Zahnfleischinfektion aus. Wie wir spaeter feststellen sollten, haben alle Zahnaerzte Neuseelands an Weihnachten frei. Auf der Notaufnahme des Spitals begruendete man uns dies mit groesster Selbstverstaendlichkeit folgendermassen: "Von Zahnschmerzen alleine ist noch kein Mensch gestorben. Also wozu braucht es dann einen Notfalldienst??"
Diese Aussage vermochte Lazzi nur bedingt zu befriedigen, worauf er sich mit Ponstan 500, Algifor und Spades zudroehnte. Die Aerztin in der Notaufnahme behielt uebrigens Recht: Lazzi ueberlebte tatsaechlich (siehe Fotos)

Obwohl wie gesagt keine akute Lebensgefahr mehr bestand, suchte Lazzi in Christchurch fuer laeppische $ 150.00 einen Zahnarzt auf. Mittels beruehmter Zweifingertechnik stellte der Halbgott in Weiss innert 10 Sekunden fest, dass mindestens zwei, besser aber drei Weisheitszaehne entfernt werden muessten. Pro Zahn offerierte er einen Preis von $ 400.00, wuerde aber bei drei Zaehnen einen Mengenrabatt von $ 100.00 gewaehren. Lazzi, sich der nicht-vorhandenen Lebensgefahr nun bewusst, entschloss sich, das lukrative Angebot abzulehnen. An dessen statt, investierte er das Geld gewinnbringend in Schmerzmittel und Bier.
In der Zwischenzeit holte sich R. S. aus L. mit Heimatort K. im botanischen Garten, am helllichten Tag, sein wohlverdientes NZ-Faehnlein. Voila, c'est bon, auf nach Sydney!



Abflug Christchurch um 15.00 Uhr, Ankunft in der Hoelle 21.03 Uhr im Backpacker "Matesplace" in Sydney....

Bereits bei unserer Ankunft stolperten wir mitsamt unserem Gepaeck ueber die ersten
Alkoholleichen, welche sich in den Gaengen des Backpackers suhlten. Taemi und Steven landeten zu ihrer grossen Freude im grossen Party 12er Schlag, dort wo ihre Zimmergenossinen und -genossen bis in die spaeten Morgenstunden u. A. Trinkspiele, sexuelle Akte und Drogendelikte veruebten. Die Sitaution verbesserte sich jedoch leicht, als Steven die Zimmergenossen bei einem ihrer Trinkspiele zurueck in ihre Schranken verwies.

Lazzi naechtigte im etwas ruhigeren 8er Schlag, zusammen mit charmanten englischen Fabrikarbeitern. The Queen would not at all have been amused by the rather inappropriate behaviour of her fellow citizens.

R.S. aus L. mit Heimatort K., noch immer auf der Erfolgswelle von Christchurch surfend, landete im intimen 6er Schlag mit fuenf skandinavischen Top-Models. Zu seinem Entsetzen stolzierten diese Schoenheiten jeweils halb- bis splitterfaser nackt durch's Zimmer und bruesteten sich. (siehe Fotos)


An Silvester pilgerten wir an den Manli Beach. Beim allerersten Schumm im Meer, wurden Taemi und Steven von "Blue-Bottle Jellyfish" (Quallen) gestochen. Taemis Beine glichen innert kuerzester Zeit jenen von Miss Tschernobyl: Mit Pusten uebersaeht, zum Anbeissen schoen, wie ein Fasnachtschuechli.


Kurz nach dem imposanten Silvester Feuerwerk im Hafenbecken von Sydney, musste Taemi aufgrund ihrer geschwollenen Beine die Notaufnahme aufsuchen (Lebensgefahr hin oder her). Wer schon mal Silvester in der Notaufnahme gefeiert hat, kann sich phasenweise vorstellen, was dort abgeht. Wir hatten das grosse Glueck mitzuerleben, wie die Alkoholleichen der 1. Schicht aufgeweckt und heimgeschickt wurden. Die Schluckspechte wurden mit folgenden originellen Spruechen wieder zum Leben erweckt:

1. Wake up, your parents are here!
2. Wake up, guess you missed the great fireworks, you specially came here for!
3. Wake up, would you like a glass of wine?


Kurz darauf, am 3. Januar, mussten wir Roger Schwab aus Laupen, mit Heimatort Kerzers wieder der Heimat entsenden.
Die flotte verbleibende 3er Gruppe flog nach Brisbane, um von dort aus Fraser Island zu erkunden. Ein Zyklon (Elementarereignis) machte uns jedoch einen grossen Strich durch die Rechnung. Fraser Island und die umliegenden Gebiete wurden evakuiert. Darauf hin mussten wir wohl oder uebel unsere Plaene aendern und nach Sueden fliegen.


In Melbourne angekommen, mieteten wir einen Wagen und fuhren in einen Wildlifepark. Dort konnten wir mit Kaengurus, Koalas, Wombats und Giftschlangen kuscheln. (so schoooen!)
Zur Zeit begehen wir die Great Ocean Road Richtung Adeleide und werden dabei hoffentlich von weiteren Spitalbesuchen verschont bleiben!

Ueber Skype-Anrufe, Kommentare auf der Homepage, E-Mails und SMS freuen wir uns immer wieder riesig. Thanks!