Donnerstag, 27. März 2008

Last but not least

Die vier Jungs, (Beni, Role, Lazzi und Steven) liegen nebeneinander aufgereiht auf duennen Matrazen in einem dunklen stickig-heissen Raum iregenwo auf Phi Phi Island. Ihre Augen blicken voller Angst und Panik auf Ihre Peiniger, waehrend sich auf der Stirn erste Schweissperlen bilden. Die Totenstille wird urploetzlich durch das unverwechselbare knackende Geraeusch, welches nur beim Verdrehen von Gelenken entstehen kann, unterbrochen. Darauf folgt sogelich ein schmerzerfuelltes Aaaauuuuuuu und Aaaaaiiiiiiiiiii!(*)
Jawohl, die Jungs goennen sich eine einstuendige Thaimassage, bei welcher Ihre Muskeln aufs maximum gedehnt, die Gelenke verdreht und der Ruecken verdrescht wird. Aber sie haben die nicht enden wollende Tortur, welche uebrigens knappe Fr. 10.00 kostet, ueberlebt um ihre Geschichte weitererzaehlen zu koennen. ( * "Aii" bedeutet in Thai Thailand "mehr /staerker")


Auf Phi Phi haben wir natuerlich noch den Strand vom Film "The Beach" besucht. Offenbar ist die Insel aber, vermutlich der vielen Touristen wegen, nicht mehr fuer den Drogenanbau im grossen Stil geeignet. Jedenfalls haben wir die boesen Dealer vom Film nicht angetroffen. Der Strand war dafuer aber ebenso traumhaft schoen wie im Film.


Die Zeit nach Beni und Roland verbrachten wir hauptsaechlich mit Suennele, Tauchen, Kite-surfen und Wunden lecken. Wunden lecken...? Jawohl, Lazzi hat seinen Scootersturz geschickt mit seinem Ellbogen abgefedert und abgebremst. Das perfide daran: seinen auf dem Ruecksitz mitfahrenden Kite-Instructor hat er auch gleich mit ins Verderben gerissen. Dieser konnte dadurch ebenfalls waehrend 2 Wochen nicht mehr surfen. Als die Schmerzen nicht nachliessen, entschloss sich Lazzi wieder mal zu einem Arztbesuch. Bei einem Arztbesuch in Thailand sind jedem Patienten wohlwohlende und mitfuehlende aaaaaahhh's und oooooohh's sowie zahlreiche Streicheleinheiten des Personals sicher, nicht aber unbedingt die benoetigten Medikamente oder Roentgenbilder. Jedenfalls konnten die Kuscheleinheiten eine wueste Infektion nicht verhindern, so dass Lazzi erneut auf seine bewaehrten Schmerzmedis zurueck greifen konnte.


Ganz allgemein koennen wir sagen, dass wir uns in das Land Thailand verliebt haben. Die Leute hier sind so unkompliziert und freundlich, dass sie einem selber jederzeit ein Laecheln aufs Gesicht zaubern konnen. Es ist aber nicht nur Ihre zuvorkommende und gastfreundliche Art, welche uns schmunzeln laesst. Hier ein Beispiel:


Steven faehrt drei Mal mit demselben Taxichauffeur in Phuket umher. Bei jeder Fahrt muss der arme Tropf wieder tanken gehen, da bereits die Tankreservenlampe wieder leuchtet. Beim Tanken laesst er dann jeweils 2-3 Liter Benzin einfuellen. Anlaesslich der dritten Taxifahrt fraegt ihn Steven nach dem Grund fuer sein sonderbares Verhalten. Der Taxifahrer erwidert: "Dadurch kann ich die Kosten fuer die jeweilige Fahrt genau berechnen und sehe sofort ob ich Gewinn erziele. Des weitern kaeme ein mutmasslicher Autodieb mit einem leeren Tank nicht sehr weit". Die Zauberwoerter "Fixkosten" und "Tankstelle" als Gegenargumete, hat ihm Steven jedoch nicht mehr unter die Nase gerieben und ihm laechelnd Zustimmung zugenickt.

Da wir nur ein 1 monatiges Visum fuer Thailand haben, mussten wir einen sogenannten Visa-Run ins Ausland unternehmen. Pflichtbewusst wie wir sind, haben wir natuerlich die Reisehinweise vom EDA studiert und diese bei unserer Entscheidfindung beruecksichtigt. Schlussendlich haben wir uns dann fuer einen wunderschoenen Trip von Thailand nach Myanmar (Burma) entschieden.

Auszug aus dem EDA Reisehinweis zu Myanmar: "Von Reisen in die Grenzgebiete zu Thailand und Indien wird abgeraten. Es kommt dort immer wieder zu ethnischen Spannungen sowie zu Zusammenstössen zwischen der Armee und Rebellengruppen. Ausserdem sind diese Gebiet stark vermint" http://www.eda.admin.ch

Nach einigen Tagen Aufenthalt in Bangkok, wo wir uns neue Anzuege haben schneidern lassen, sind wir nun nach Chiang Mai geflogen, wo wir uns mit River-Rafting, Elefantentrekking Quad- und Scooterfahren sowie Tempelbesichtigungen die Zeit vertreiben.

Schlusswort an unsere lieben Cyber-Weggefaehrten: waehrend nun mehr 5 Monateten habt Ihr uns auf unserer Weltumrundungsmission uebers Internet begleitet. Ihr habt mit uns mitgelitten, mitgelacht und uns auch mal ausgelacht. Bald werden wir Euch aber in Fleisch und Blut Euch unsere haarstraeubenden Stories erzaehlen koennen. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.