Trotz dieses Rueckschlages wuenschen wir Euch Allen ein Happy New Year!!!
(geniesst die Stille noch, bald kommen wir heim....)
Nachdem wir einige Tage in getrennten 2er Gruppen unterwegs waren, trafen wir uns am wunderschoenen Lake Wanaka wieder. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die beiden Gletscher Fox und Franz Josef, welche verblueffenderweise mitten in einem Regenwald liegen.
Am Lake Wanaka, fuer uns einer der schoensten Bergseen der Welt, verbrachten wir drei erholsame Tage auf einem Nature Camping Ground. Dabei lebten wir den Traum, uns als Selbstversorger ueber die Runden bringen zu koennen. Nach Stunden des erfolglosen Fischens, einigen leichten Verletzungen und etlichen im See versenkten Fischerhacken, traten wir beschaemt und frustriert den Weg zum Shoppingcenter an. Da man uns dort partout kein Dynamit verkaufen wollte, mussten wir den Traum vom autarken Leben endgueltig begraben. (Fleisch ist ohnehin viel besser als Fisch)
In der Adrenalin Hochburg Queenstown (Bungee, Sky-Diving etc.) buchten wir einen River Rafting Ausflug. Die halsbrecherische Busfahrt entlang der steilen ungesicherten Klippen zu den Stromschnellen, war mindestens ebenso aufregend, wie das Rafting selbst. Da unser Boot nicht unfallmaessig kippen wollte, stuerzten wir uns halt todesmutig aber freiwillig in den reissenden Fluss. Unserem Guide, einem sanften und warmherzigen US-Boy, vermochte diese Aktion nur bedingt zu gefallen.
Weihnachten wollten wir unbedingt in der Bierhauptstadt Dunedin verbringen, wo unser lieblings Gerstensaft "Spades" liebevoll gebraut wird. An Weihnachten suchten wir an stelle von Samichlous einen Zahnarzt fuer Lazzi auf. Sein auf die Zahnreihen stossender "Weihnachtszahn" loeste nebst grossen Schmerzen, eine Wueste Zahnfleischinfektion aus. Wie wir spaeter feststellen sollten, haben alle Zahnaerzte Neuseelands an Weihnachten frei. Auf der Notaufnahme des Spitals begruendete man uns dies mit groesster Selbstverstaendlichkeit folgendermassen: "Von Zahnschmerzen alleine ist noch kein Mensch gestorben. Also wozu braucht es dann einen Notfalldienst??"
Diese Aussage vermochte Lazzi nur bedingt zu befriedigen, worauf er sich mit Ponstan 500, Algifor und Spades zudroehnte. Die Aerztin in der Notaufnahme behielt uebrigens Recht: Lazzi ueberlebte tatsaechlich (siehe Fotos)
Obwohl wie gesagt keine akute Lebensgefahr mehr bestand, suchte Lazzi in Christchurch fuer laeppische $ 150.00 einen Zahnarzt auf. Mittels beruehmter Zweifingertechnik stellte der Halbgott in Weiss innert 10 Sekunden fest, dass mindestens zwei, besser aber drei Weisheitszaehne entfernt werden muessten. Pro Zahn offerierte er einen Preis von $ 400.00, wuerde aber bei drei Zaehnen einen Mengenrabatt von $ 100.00 gewaehren. Lazzi, sich der nicht-vorhandenen Lebensgefahr nun bewusst, entschloss sich, das lukrative Angebot abzulehnen. An dessen statt, investierte er das Geld gewinnbringend in Schmerzmittel und Bier.
In der Zwischenzeit holte sich R. S. aus L. mit Heimatort K. im botanischen Garten, am helllichten Tag, sein wohlverdientes NZ-Faehnlein. Voila, c'est bon, auf nach Sydney!
Abflug Christchurch um 15.00 Uhr, Ankunft in der Hoelle 21.03 Uhr im Backpacker "Matesplace" in Sydney....
Bereits bei unserer Ankunft stolperten wir mitsamt unserem Gepaeck ueber die ersten
Alkoholleichen, welche sich in den Gaengen des Backpackers suhlten. Taemi und Steven landeten zu ihrer grossen Freude im grossen Party 12er Schlag, dort wo ihre Zimmergenossinen und -genossen bis in die spaeten Morgenstunden u. A. Trinkspiele, sexuelle Akte und Drogendelikte veruebten. Die Sitaution verbesserte sich jedoch leicht, als Steven die Zimmergenossen bei einem ihrer Trinkspiele zurueck in ihre Schranken verwies.
Lazzi naechtigte im etwas ruhigeren 8er Schlag, zusammen mit charmanten englischen Fabrikarbeitern. The Queen would not at all have been amused by the rather inappropriate behaviour of her fellow citizens.
R.S. aus L. mit Heimatort K., noch immer auf der Erfolgswelle von Christchurch surfend, landete im intimen 6er Schlag mit fuenf skandinavischen Top-Models. Zu seinem Entsetzen stolzierten diese Schoenheiten jeweils halb- bis splitterfaser nackt durch's Zimmer und bruesteten sich. (siehe Fotos)
An Silvester pilgerten wir an den Manli Beach. Beim allerersten Schumm im Meer, wurden Taemi und Steven von "Blue-Bottle Jellyfish" (Quallen) gestochen. Taemis Beine glichen innert kuerzester Zeit jenen von Miss Tschernobyl: Mit Pusten uebersaeht, zum Anbeissen schoen, wie ein Fasnachtschuechli.
Kurz nach dem imposanten Silvester Feuerwerk im Hafenbecken von Sydney, musste Taemi aufgrund ihrer geschwollenen Beine die Notaufnahme aufsuchen (Lebensgefahr hin oder her). Wer schon mal Silvester in der Notaufnahme gefeiert hat, kann sich phasenweise vorstellen, was dort abgeht. Wir hatten das grosse Glueck mitzuerleben, wie die Alkoholleichen der 1. Schicht aufgeweckt und heimgeschickt wurden. Die Schluckspechte wurden mit folgenden originellen Spruechen wieder zum Leben erweckt:
1. Wake up, your parents are here!
2. Wake up, guess you missed the great fireworks, you specially came here for!
3. Wake up, would you like a glass of wine?
Kurz darauf, am 3. Januar, mussten wir Roger Schwab aus Laupen, mit Heimatort Kerzers wieder der Heimat entsenden.
Die flotte verbleibende 3er Gruppe flog nach Brisbane, um von dort aus Fraser Island zu erkunden. Ein Zyklon (Elementarereignis) machte uns jedoch einen grossen Strich durch die Rechnung. Fraser Island und die umliegenden Gebiete wurden evakuiert. Darauf hin mussten wir wohl oder uebel unsere Plaene aendern und nach Sueden fliegen.
In Melbourne angekommen, mieteten wir einen Wagen und fuhren in einen Wildlifepark. Dort konnten wir mit Kaengurus, Koalas, Wombats und Giftschlangen kuscheln. (so schoooen!)
Zur Zeit begehen wir die Great Ocean Road Richtung Adeleide und werden dabei hoffentlich von weiteren Spitalbesuchen verschont bleiben!
Ueber Skype-Anrufe, Kommentare auf der Homepage, E-Mails und SMS freuen wir uns immer wieder riesig. Thanks!

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