Liebe Daheimgebliebenen,
Unsere lustige Reisegruppe hat sich nach langem hin und her entschieden, nach unserem Aufenthalt im Norden, wieder nach Sueden in ein Touristendorf names Canoa Quebrada zu reisen. Dieses Staedchen liegt auf Sandsteinklippen, welche ueber dem traumhaften Sandstrand empor ragen. Unsere Gruppe wurde durch ein Laupener Findelkind, Namens Mike, noch ergaenzt um nicht zu sagen verstaerkt. Neben den entspannenden Tagen am Strand, war wieder einmal das Nightlife ein grosser Hoehepunkt des Aufenthalts. Insbesondere die Regaee Party am Strand unter dem Himmelszelt war ein absoluter Klassiker. Unter den Hippiebruedern fuehlten wir uns natuerlich puddel wohl und stimmten gemeinsam mit ihnen am Lagerfeuer ein melodioeses Kumbaya ein. Das Berner Reithallenfeeling, welches dabei aufkam, liess uns unser Heimweh rasch vergessen machen.
Uebrigens, Lazzi hat sich als Erster einen gemeinen Sonnenbrand am Strand von Canoa eingeholt!! (Stevens Sonnencreme mit Schutzfaktor 50+ hat ueber Lazzis laecherliche Salbe mit Faktor 16 locker gesiegt)
Unsere Reise fuehrte uns anschliessend wieder nach Fortaleza, da wir nun wieder nach Norden, in das paradiesische Jericoacoara verschieben wollten. Waehrend dem gemuetlichen Znacht in einer Churrascaria, marschierten 3 bis auf die Zaehne bewafnete Typen der beruechtigten Police Militar ins Restaurant ein. Als angehoerige der Schweizerarmee fuehlten wir uns natruelich verpflichtet, den Jungs eine Runde Bier zu offerieren. Tatsaechlich ging unser Plan auf, einer der Polizisten, wie sich spaeter herausstellte war er Major und nichts weniger als der diensthabende Polizeikommandant von Fortaleza, hatte einen riesigen Durst. Als Dank fuer das Bier liess er uns seine persoenliche Mobilnummer ueberbringen, auf welche wir im Falle von Schwierigkeiten jederzeit anrufen duerften. Im Gegenzug befahlen wir uns gegenseitig ins Achtung und meldeten uns militaerisch korrekt ab. Die anderen Restaurantgaeste kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.
Am naechsten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Jericoacoara, welches gemaess Washington Post einen der 10 schoensten Straende der Welt vorzuweisen hat. Die 6 stuendige Busfahrt in einem oeffentlichen Bus war ein echtes Abenteuer. Bereits das Erwerben der Bustickets nahm mindestens gleich viel Zeit in Anspruch.
Einmal in Jerry angekommen, genossen wir die Traumhaften Straende und das wunderbare Meer in vollen Zuegen. Lazzi und Zueni versuchten sich als Kitesurfer, Steven dagegen griff auf den altehrwuerdigen Windsurfer zuerueck. Zueni lieferte den Beweis, dass man auch mit fluessigem Stuhlgang wunderschoene Figuren am Himmel zeichnen kann. An den Abenden waren wir jeweils alle hundemuede, mit Blasen an den Haenden versehen und vom Muskelkater geplagt in unsere Unterkunft zuruek gekrochen. Da einige Clubs in Brasilien erst um 2 bis 5 Uhr morgens ihre Pforten oeffnen, haben es nicht alle in den Ausgang geschafft.
Abschied nehmen:
Beni, Zueni und Mike haben uns vor einigen Tagen verlassen um ihren Heimflug anzutreten. Nun sind Steven und Lazzi nur noch zu zweit unterwegs. Doch wir liessen uns nicht lumpen und haben heute eine Quadtour durch das Naturschutzgebeit von Jerry unternommen. Steven war zu beginn noch etwas unsicher auf dem Gefaert, liess sich aber bald durch Lazzis halsberecherischen Spruenge ueber die Duenen inspirieren. Jedenfalls musste der Guide uns beide ab und zu an die Benimmdichregeln vom Quadfahren ermahnen.
Ueber die Brasilianer:
Brasilien ist auf jedenfall eine Reise wert. Die Leute hier sind unglaublich aufgestellt und wahnsinnig freundlich. Alle haben immer ein Sonntagslaecheln aufgesetzt und sind sehr hilfsbereit. Auch wenn man kein Wort portugisisch spricht, kann man sich gut mit ihnen verstaendigen (siehe unser persoenliches Brasil-Dictionary auf dem Blog). Was man von den Brasilianern jedoch nicht erwarten kann, ist gute Organisation, Ordnung oder Puenktlichkeit. Witzigerweise sind es genau solche Werte, welche sie sich auf die Fahne geschrieben haben. Naemlich Ordem e progresso...
Dies ist uebrigens auch der Grund, weshalb wir noch keine neuen Fotos auf den Blog stellen konnten. Die Internetverbindung ist dafuer viel zu lahm. Selbst wenn wir zur Zeit gerade in einem Internet Cafe sitzen, welches sich ¨fastest Internetconnection in Town¨ auf die Fahne geschrieben hat.

2 Kommentare:
Zueni lieferte den Beweis, dass man auch mit fluessigem Stuhlgang wunderschoene Figuren am Himmel zeichnen kann
Ich liebe es wenn du poetisch wirst :)
Ja der zünsi ist eben ein siebensiech!
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